Station Opfikon-Glattbrugg

Technik, Sensoren und Messgenauigkeit der Wetterstation Opfikon-Glattbrugg, dazu die Einschränkungen am heutigen Standort.

Seit 2003 am selben Standort

Die Wetterstation Opfikon-Glattbrugg arbeitet mit einer Davis 6263, also einer Vantage Pro2 Plus mit belüftetem Strahlungsschutz (24-Stunden-Ventilator). Sie misst seit 2003 am selben Standort. So ist eine Messreihe über mehr als zwei Jahrzehnte entstanden, wie es sie selten gibt. Wetterereignisse und Klimaschwankungen lassen sich damit über lange Zeit sauber einordnen. Die Messungen orientieren sich am WMO-Standard: Die Werte sollen vergleichbar, nachvollziehbar und standortgerecht erfasst werden.

Welche Sensoren im Einsatz sind

Die Station erfasst Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Niederschlag, Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Solarstrahlung und UV-Strahlung. Diese Grössen braucht es für die tägliche Wetterbeobachtung ebenso wie für langfristige Auswertungen. Daraus lassen sich weitere Kennwerte wie Taupunkt, Hitzeindex oder Windchill ableiten. Die Davis 6263 liefert damit Rohdaten, die auch meteorologisch ernst zu nehmen sind.

Genauigkeit und Messprinzip

Nach Herstellerangaben misst der Temperatursensor auf ±0.3 °C genau, der Feuchtesensor auf ±2 % relative Feuchte und der Luftdrucksensor auf ±1.0 hPa. Den Niederschlag erfasst ein Kippwaagen-Regenmesser mit 0.2 mm pro Kippung. Für Regenmengen bis 250 mm pro Stunde nennt Davis eine Genauigkeit von ±3 % der Summe oder mindestens einer Kippung, für die Regenrate ±5 %. Die Windrichtung ist auf ±3° genau, die Windgeschwindigkeit auf ±3.2 km/h oder ±5 %, je nachdem, welcher Wert grösser ist. Der Solarsensor misst von 0 bis 1800 W/m², der Solar- und der UV-Sensor jeweils mit ±5 % vom Vollausschlag.

Für die Temperatur zählt besonders der belüftete Strahlungsschutz. Laut Davis verringert der Ventilator den Strahlungsfehler bei starker Sonne deutlich gegenüber einem nur passiv geschützten Sensor.

Quelle der technischen Angaben: Davis Instruments, Vantage Pro2.

Was die lange Messreihe zeigt

Weil die Station seit 2003 am selben Ort misst, zeigen die Daten mehr als einzelne Wetterlagen. Hitzetage, Kaltlufteinbrüche, lange Regenphasen oder markante Hochdrucklagen lassen sich im Zusammenhang lesen. So wird sichtbar, wie sich das Wetter an diesem Ort über die Jahre verändert hat.

Einschränkungen heute

In den letzten rund zwei Jahren ist eine Einschränkung dazugekommen. Die bei den Nachbarn glücklich wachsenden Bäume schatten den Windmesser sowie die Sensoren für Solarstrahlung und UV teilweise ab oder bremsen den Wind. Vor allem die Höchstwerte dieser drei Grössen fallen deshalb tendenziell zu tief aus. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Niederschlag sind davon nicht betroffen und bleiben aussagekräftig.