Über den Standort Opfikon-Glattbrugg
Die Wetterstation steht in einer Gemeinde, die oft Opfikon-Glattbrugg genannt wird. Offiziell heisst die politische Gemeinde Opfikon. Im Ortsteil Glattbrugg spricht man im Alltag aber meist einfach von Glattbrugg. Auch die Post kennt beides: Adressen in diesem Teil der Stadt lauten auf 8152 Glattbrugg, in anderen Teilen auf 8152 Opfikon.
Die Doppelnennung hat historische Gründe. Die Gemeinde entstand 1803 in der Mediationszeit, als die Dorfgemeinden Opfikon und Oberhausen von Kloten getrennt und zur Gemeinde Opfikon zusammengeschlossen wurden. Glattbrugg war damals keine eigene Dorfgemeinde, sondern der Ort bei der wichtigen Brücke über die Glatt. Dort standen an der alten Landstrasse von Zürich über Kloten nach Norden unter anderem eine Taverne, eine Schmiede und eine Mühle. Im 19. Jahrhundert gewann der Name an Gewicht: Die erste Postablage erhielt 1853 den Namen Glattbrugg, die Bahnstation 1865. So verbreitete sich der Name weit über die Brücke hinaus. Offiziell heisst die Stadt auch seit der Stadterhebung 1968 Opfikon. «Opfikon-Glattbrugg» dient vor allem dazu, Missverständnisse zu vermeiden.
Die Ortsteile und ihre Entwicklung
Historisch prägen drei Siedlungen die Stadt. Opfikon und Oberhausen sind die alten Dorfkerne. Glattbrugg wuchs mit Verkehr, Post, Bahn und Gewerbe und wurde so am bekanntesten. In neuerer Zeit kam der Glattpark dazu, ein Stadtteil auf dem Gebiet des früheren Oberhauserriets. Er wurde über Jahrzehnte geplant; der offizielle Quartierplan reicht von 1957 bis 2000. Die erste Etappe begann im September 2001. Seither ist dort schrittweise ein Quartier zum Wohnen und Arbeiten entstanden.
Zwischen Zürich, Flughafen und Glattal
Opfikon liegt direkt vor den Toren von Zürich, gleich neben dem Flughafen Zürich und mitten im Glattal. Nach Oerlikon mit Hallenstadion, Messe und dichtem ÖV-Netz ist es nicht weit. Für die Naherholung wichtig ist der Opfikerpark im Glattpark: Der Spatenstich war im Juni 2005, eröffnet wurde der Park im Dezember 2006. Mit See, Promenaden und grossen Freiflächen bildet er ein Gegengewicht zur dichten Bebauung. So vereint Opfikon heute alte Dorfkerne, Glattbrugg als Verkehrs- und Arbeitsort und den neueren, gut durchgrünten Glattpark.
Flughafen, Swissair und Glattpark
Im 20. Jahrhundert war Glattbrugg eng mit dem Flughafen verbunden und damit auch mit der Swissair, die den Luftverkehr und viele Dienstleistungen in der Region prägte. Ein Erbe dieser Zeit ist die gategroup in Glattbrugg. Ihre Wurzeln gehen auf das 1931 gegründete Swissair-Catering zurück. Nach dem Ende der Swissair 2002 und mit dem allgemeinen Strukturwandel veränderte sich Glattbrugg stark. Wo früher viele kleine Geschäfte, Werkstätten und Betriebe des Alltags waren, stehen heute vielerorts Neubauten, Büros und Verkehrsflächen.
Wirtschaftlich wuchs Opfikon weiter. Ende 2025 lebten laut den offiziellen Kennzahlen der Stadt 21'336 Einwohnerinnen und Einwohner in Opfikon. Die Stadt nennt zudem rund 20'000 Arbeitsplätze und 1'784 steuerpflichtige juristische Personen. Besonders sichtbar ist das Wachstum im Glattpark: Auf rund 670'000 Quadratmetern des früheren Oberhauserriets entstand ein Stadtteil mit heute rund 5'780 Bewohnerinnen und Bewohnern und rund 3'100 Arbeitsplätzen. In Glattbrugg und im Glattpark sind heute unter anderem die gategroup und die Coca-Cola HBC Schweiz AG ansässig.